Le Space (beta) im Tapetenwerk ab Februar
Nico Krause berichtet:
Es ist doch immer das Gleiche: Kaum sind die geruhsamen Weihnachtsfeiertage überstanden und der Silvesterkater auskuriert, schon bricht das neue Jahr mit voller Wucht über einen herein. Auch bei uns gibt es viel zu erzählen. Denn anders als die Adventszeit es nahe legen könnte, ging es bei uns im Dezember noch einmal so richtig hoch her. Da wurde gerungen und gezerrt, verhandelt und versöhnt – und doch konnten am Ende wie so oft im Leben nicht alle Interessen unter einen Hut gebracht werden. Zwei Knackpunkte waren es, um die sich die Diskussionen der Organisatoren vorwiegend drehten: Wie sollte die neue Coworking Community organisiert sein und wo sollte sie ihre Zelte aufschlagen? Verein, Genossenschaft, GmbH oder doch eine coole Coworking AG, an der sich die User ganz einfach beteiligen könnten? Keine leichte Entscheidung! Zudem hing immer noch das alte, beim Freelance-Camp im Oktober 2009 gegebene Versprechen in der Luft, ab 2010 klassisches Coworking anbieten zu können, zumindest in einer Interims-Version. Entscheidungsnotstand auch an der Wohnungsfront: Mehrere Räumlichkeiten standen zur Wahl – die Unterschiede zwischen den Optionen hätten allerdings nicht größer sein können. Und gibt es überhaupt den „perfekten“ Standort?
Das Projekt sterben zu lassen kam allerdings nicht in Frage. Dann lieber Veränderung – auch wenn es weh tut. Auf der Suche nach neuen Wegen musste sich die Coworking Initiative nach einem halben Jahr ehrenamtlicher, hochmotivierter und produktiver Zusammenarbeit erst einmal auflösen, um sich danach wieder neu (er)finden zu können. Coworking Leipzig ist nicht mehr so, wie es anfangs war. Und vielleicht ist das auch gut so.
Allen Hindernissen zum Trotz haben wir schließlich die Ärmel hochgekrempelt und Anfang Januar einen Mietvertrag im Tapetenwerk in Lindenau (Lützner Str. 91) unterzeichnet. Hier fanden wir äußerst ansprechende Rahmenbedingungen: Eine bereits ähnlich gesinnte Community aus jungen Leuten, die in den verschiedensten Bereichen kreativ sind – ob nun Kunst, Kultur, Medien oder Handwerk -, ein progressives und doch unkompliziertes Klima und das Potential zur Ausdehnung. „Klein starten, gesund größer werden“ – das ist unser neues Motto für 2010.


Für alle, die sich dabei angesprochen fühlen und gemeinsam mit uns die Coworking-Idee auch in Leipzig realisieren und weiterentwickeln möchten, steht ab Februar erst einmal ein 115 qm großer Raum zur Verfügung. Die ersten Möbel wurden bereits angeliefert. Um die Entwicklung dieses Projektes nachverfolgen zu können, haben wir außerdem eine Zeitraffer-Kamera installiert – anvisiert ist ein Kurzfilm, mal sehen, was daraus wird.
Sollte die „Le Space UG“ die halbjährige Betaphase meistern, – und davongehen wir aus! – so stünde auch einer Vergrößerung nichts im Wege: Eine Etage über dem jetzigen Büro warten momentan noch unfertige 400 qm sowie ein 150 qm großer Freisitz für’s entspannte „Roof-Top-Coworking“. Schließlich muss auch an die wärmeren und sonnigeren Tage im Jahr gedacht sein.
Bei Interesse könnt ihr euch gerne direkt an die beiden Betreiber der „Le Space“ UG (haftungsbeschränkt), Nico Krause (Softwareentwickler und Geschäftsführer von Le Space) und Alexandra Gigold (von Medienrauschen) unter info (at) le-space.de wenden. Eine Website wird in wenigen Tagen zugänglich sein. Dort soll es dann auch detaillierte Infos zu Preisen und sonstigen Konditionen geben.
Parallel dazu werde ich Mathias Fiedler – weiterhin die Webseite www.coworking-leipzig.de betreiben, um eine unabhängige Berichterstattung über Coworking in Leipzig zu gewährleisten. Schließlich gibt es nicht nur „Le Space“ – auch an anderen Stellen wird fleissig an der Verwirklichung der Coworking-Idee gebastelt. Unser Anliegen ist es keineswegs, die Konkurrenz zwischen den verschiedenen Gruppen zu schüren, sondern die Vielfalt zu wahren und eine effektive Zusammenarbeit der Spaces zu ermöglichen.

Leave a Comment