Leipzig hat mit dem Le Space seit gut 2 Monaten einen richtigen Coworking Space. Doch der Space im Tapetenwerk ist nicht der einzige Ort in der Stadt an dem es sich um „Coworking“ dreht. Es existieren bereits ähnliche Konzepte und es entstehen und reorganisieren sich weitere Initiativen. Die Leipziger Coworking Szene wird vielfältiger. Seit der Begriff Coworking durch die Medien publik gemacht wurde, beginnen sich auch offizielle Stellen für die neue Arbeitsform jenseits klassischer Bürostrukturen zu interessieren.
So könnte man in 2 Sätzen das Ergebnis des gestrige Treffen der verschiedenen Coworking Initiativen beschreiben.
Am Freitagvormittag trafen sich alle Beteiligten zum Frühstück, bauten das Flipchart auf und stellten sich den anderen vor. Vertreten waren:
- Nico Krause unser Gastgeber und der Betreiber vom Le Space, dem Coworking Space im Tapentenwerk.
- Anja Junghans, Franziska Dusch, Kristina Bennewitz und Marlene Nagel Vertreter der Initiative Raumkompanie (1. Preis im Bereich Service der ersten Phase des Gründerwettbewerbs „Futursax“). Bis zum Ende des Jahres ist ein Coworking Space im Zentrum Leipzigs geplant.
- Johanna Gundermann, die Frau hinter Rockzipfel Leipzig, einem Eltern-Kind Büro, das letztes Jahr bereits für drei Monate seine Tore geöffnet hatte und schon sehr bald in der Georg-Schwartz-Straße 10 einen zweiten Versuch starten wird.
- Markus Zapke als Vertreter vom Sublab e.V. dem Betreiber des Sublabs im Leipziger Westwerk. Der Hackerspace, mit über 2 Jahren schon ein Leipziger Urgestein, ist zwar kein klassischer kommerzieller Coworking Space, dennoch befindet man sich auf einem gemeinsamen Nenner in puncto Zielsetzung/Ideen/Konzepte.
- Diana Schlehahn von der Netzideen GmbH. In ihren neuen Räumlichkeiten hat die Online Marketing Agentur Platz für bis zu fünf Coworker. Meist sitzen hier Freelancer, die bei aktuellen Projekten zuarbeiten.
- Michael Körner von der Stadt Leipzig. Herr Körner beobachtet seit Anbeginn die Entwicklung des Coworking in Leipzig und hilft mit seinem Netzwerk und seiner Erfahrung im Dschungel der Fördermaßnahmen.
- Katja Großer von der Bundesinitiative zur Förderung der Kreativwirtschaft
- Marco Dziallas von der Coworking Initiative Kreosphäre aus Dresden.
Ausserdem waren noch viele am Thema Interessierte anwesend. Nicht zu vergessen: Einige Coworker waren zum Arbeiten da 
Schließlich war ja, wie jeden Freitag, ein Jelly im Le Space.
Hauptanliegen des Vormittages war es, sich kennen zu lernen, zu erfahren, wo die einzelnen Projekte im Moment stehen und was in Zukunft geplant ist.
Alle Teilnehmenden einigten sich darauf, dass „die verschiedenen Orte zum Coworken innerhalb einer Stadt keine Konkurrenten sind, sondern Ausprägungen der gleichen Idee.“
Herr Körner gab uns einen Einblick in die noch immer schwierige Förderfähigkeit von Coworking Spaces von Seiten der Stadt, dennoch betonte er, dass die „Stadtverwaltung zunehmend die Kreativwirtschaft entdeckt.“ Dass Coworking ein Thema in der Politik werden könnte, wurde auch durch die Anwesenheit von Katja Großer bestätigt. Noch ist es ein weiter Weg, der durch ein gemeinsames Auftreten der Coworking Initiatoren in Leipzig (und deutschlandweit) beschleunigt werden soll: Am Nachmittag wurden auf dem sonnigen Innenhof des Tapetenwerks bereits erste Pläne für die Leipziger Beteiligung an einer geplanten deutschlandweiten Coworking Week geschmiedet.
vormittags im LeSpace
beim Mittagessen auf dem Hof
Besichtigung der vieleicht zukünftigen Heimat des LeSpace
Zu allen Initiativen gibt es natürlich mehr zu sagen als ein paar Worte in einer Aufzählungsliste. Deshalb werden wir hier im Blog eine Seite mit einer Übersicht zu allen Gruppen anlegen und jede ausführlich vorstellen.