• 15Apr
    Categories: Allgemein Comments: 0 Author: Mathias

    Mit reichlicher und selbstverschuldeter Verspätung, möchte ich hier einen Artikel von Markus Zapke-Gründermann über ein sehr konstruktives Treffen im Le Space veröffentlichen. Vielen Dank für den Artikel:

    Am Donnerstag, den 25. März 2010, trafen sich 11 Personen, um im seit zwei Monaten bestehenden Leipziger Coworking Space “Le Space” über gemeinsame Perspektiven zu sprechen. Fast alle sind als Softwareentwickler in verschiedenen Bereichen tätig. Die meisten sind selbstständig, einige arbeiten als Festangestellte oder planen gerade ihre Zukunft.

    Entstanden war die Idee zum Treffen aus einzelnen Gesprächen über Perspektiven und gemeinsame Projekte. Dabei wurde schnell klar, dass Coworking und die in Leipzig zur Verfügung stehenden Räume gute Möglichkeiten für eine flexible Zusammenarbeit jenseits der etablierten Agenturen bieten.

    Nach einer Vorstellung des Coworking Spaces “Le Space” durch Nico Krause begann die Diskussion über gemeinsame Perspektiven. Alle teilten die Ansicht, dass Coworking viele neue Möglichkeiten bietet, es jedoch an Ideen für eine aktive Zusammenarbeit von Freelancern und Agenturen mangelt. Agenturen und Auftraggeber bleiben beim Coworking bisher außen vor.

    Ein Ergebnis der Diskussion war, dass neben klassischen Jellys auch eine Möglichkeit für Agenturen geboten werden sollte, ihre Projekte in den Coworking Space zu bringen. Davon würden sowohl die Agenturen als auch der Coworking Space und die dort arbeitenden Freelancer profitieren.

    Für die Agenturen bietet der Coworking Space eine Möglichkeit in Spitzenzeiten Projekte auszulagern und schnell kompetente Freelancer zu finden. Denkbar wäre es sogar, dass Firmen zu dem Team im Coworking Space für die Dauer des Projekts eigene Festangestellte im Space arbeiten lassen.

    Für die Nutzer des Coworking Spaces würde der Kontakt mit Agenturen über die Plattform Coworking Space die Gelegenheit bieten, Aufträge anzunehmen, die man alleine nicht abwickeln kann. Für jedes Projekt könnte sich ein Team aus Freelancern bilden, dass die Anforderungen mit den eigenen Fähigkeiten abdecken kann.

    In der Diskussion entstanden zwei Kernideen, um so eine Plattform bereit zu stellen:

    1. Während eines Jellys einen festen Timeslot (von zum Beispiel zwei Stunden) vorsehen, in denen Vertreter der Agenturen ihre neuen Projekte präsentieren können.

    2. Die Erstellung einer Software, die es den Agenturen ermöglicht, ihre offenen Positionen in neuen Projekten im Coworking Space bekannt zu machen. Markus Zapke-Gründemann wird in den nächsten Woche eine solche Software in Zusammenarbeit mit Nico Krause entwickeln.

    Alle Teilnehmer wollen auch in Zukunft weitere Treffen in diesem Rahmen durchführen. Diese werden unter anderem in diesem Blog angekündigt.

  • 27Mrz
    Categories: Allgemein Comments: 1 Author: Mathias

    Leipzig hat mit dem Le Space seit gut 2 Monaten einen richtigen Coworking Space. Doch der Space im Tapetenwerk ist nicht der einzige Ort in der Stadt an dem es sich um „Coworking“ dreht. Es existieren bereits ähnliche Konzepte und es entstehen und reorganisieren sich weitere Initiativen. Die Leipziger Coworking Szene wird vielfältiger. Seit der Begriff Coworking durch die Medien publik gemacht wurde, beginnen sich auch offizielle Stellen für die neue Arbeitsform jenseits klassischer Bürostrukturen zu interessieren.

    So könnte man in 2 Sätzen das Ergebnis des gestrige Treffen der verschiedenen Coworking Initiativen beschreiben.

    Am Freitagvormittag trafen sich alle Beteiligten zum Frühstück, bauten das Flipchart auf und stellten sich den anderen vor. Vertreten waren:

    • Nico Krause unser Gastgeber und der Betreiber vom Le Space, dem Coworking Space im Tapentenwerk.
    • Anja Junghans, Franziska Dusch, Kristina Bennewitz und Marlene Nagel Vertreter der Initiative Raumkompanie (1. Preis im Bereich Service der ersten Phase des Gründerwettbewerbs „Futursax“). Bis zum Ende des Jahres ist ein Coworking Space im Zentrum Leipzigs geplant.
    • Johanna Gundermann, die Frau hinter Rockzipfel Leipzig, einem Eltern-Kind Büro, das letztes Jahr bereits für drei Monate seine Tore geöffnet hatte und schon sehr bald in der Georg-Schwartz-Straße 10 einen zweiten Versuch starten wird.
    • Markus Zapke als Vertreter vom Sublab e.V. dem Betreiber des Sublabs im Leipziger Westwerk. Der Hackerspace, mit über 2 Jahren schon ein Leipziger Urgestein, ist zwar kein klassischer kommerzieller Coworking Space, dennoch befindet man sich auf einem gemeinsamen Nenner in puncto Zielsetzung/Ideen/Konzepte.
    • Diana Schlehahn von der Netzideen GmbH. In ihren neuen Räumlichkeiten hat die Online Marketing Agentur Platz für bis zu fünf Coworker. Meist sitzen hier Freelancer, die bei aktuellen Projekten zuarbeiten.
    • Michael Körner von der Stadt Leipzig. Herr Körner beobachtet seit Anbeginn die Entwicklung des Coworking in Leipzig und hilft mit seinem Netzwerk und seiner Erfahrung im Dschungel der Fördermaßnahmen.
    • Katja Großer von der Bundesinitiative zur Förderung der Kreativwirtschaft
    • Marco Dziallas von der Coworking Initiative Kreosphäre aus Dresden.

    Ausserdem waren noch viele am Thema Interessierte anwesend. Nicht zu vergessen:  Einige Coworker waren zum Arbeiten da ;)
    Schließlich war ja, wie jeden Freitag, ein Jelly im Le Space.

    Hauptanliegen des Vormittages war es, sich kennen zu lernen, zu erfahren, wo die einzelnen Projekte im Moment stehen und was in Zukunft geplant ist.

    Alle Teilnehmenden einigten sich darauf, dass „die verschiedenen Orte zum Coworken innerhalb einer Stadt keine Konkurrenten sind, sondern Ausprägungen der gleichen Idee.“

    Herr Körner gab uns einen Einblick in die noch immer schwierige Förderfähigkeit von Coworking Spaces von Seiten der Stadt, dennoch betonte er, dass die „Stadtverwaltung zunehmend die Kreativwirtschaft entdeckt.“ Dass Coworking ein Thema in der Politik werden könnte, wurde auch durch die Anwesenheit von Katja Großer bestätigt. Noch ist es ein weiter Weg, der durch ein gemeinsames Auftreten der Coworking Initiatoren in Leipzig (und deutschlandweit) beschleunigt werden soll: Am Nachmittag wurden auf dem sonnigen Innenhof des Tapetenwerks bereits erste Pläne für die Leipziger Beteiligung an einer geplanten deutschlandweiten Coworking Week geschmiedet.

    cowo1 vormittags im LeSpace
    cowo2
    beim Mittagessen auf dem Hof
    cowo3 Besichtigung der vieleicht zukünftigen Heimat des LeSpace

    Zu allen Initiativen gibt es natürlich mehr zu sagen als ein paar Worte in einer Aufzählungsliste. Deshalb werden wir hier im Blog eine Seite mit einer Übersicht zu allen Gruppen anlegen und jede ausführlich vorstellen.

  • 11Jan
    Categories: Allgemein Comments: 0 Author: Mathias

    Le Space (beta) im Tapetenwerk ab Februar

    Nico Krause berichtet:
    Es ist doch immer das Gleiche: Kaum sind die geruhsamen Weihnachtsfeiertage überstanden und der Silvesterkater auskuriert, schon bricht das neue Jahr mit voller Wucht über einen herein. Auch bei uns gibt es viel zu erzählen. Denn anders als die Adventszeit es nahe legen könnte, ging es bei uns im Dezember noch einmal so richtig hoch her. Da wurde gerungen und gezerrt, verhandelt und versöhnt – und doch konnten am Ende wie so oft im Leben nicht alle Interessen unter einen Hut gebracht werden. Zwei Knackpunkte waren es, um die sich die Diskussionen der Organisatoren vorwiegend drehten: Wie sollte die neue Coworking Community organisiert sein und wo sollte sie ihre Zelte aufschlagen? Verein, Genossenschaft, GmbH oder doch eine coole Coworking AG, an der sich die User ganz einfach beteiligen könnten? Keine leichte Entscheidung! Zudem hing immer noch das alte, beim Freelance-Camp im Oktober 2009 gegebene Versprechen in der Luft, ab 2010 klassisches Coworking anbieten zu können, zumindest in einer Interims-Version. Entscheidungsnotstand auch an der Wohnungsfront: Mehrere Räumlichkeiten standen zur Wahl – die Unterschiede zwischen den Optionen hätten allerdings nicht größer sein können. Und gibt es überhaupt den „perfekten“ Standort?
    Das Projekt sterben zu lassen kam allerdings nicht in Frage. Dann lieber Veränderung – auch wenn es weh tut. Auf der Suche nach neuen Wegen musste sich die Coworking Initiative nach einem halben Jahr ehrenamtlicher, hochmotivierter und produktiver Zusammenarbeit erst einmal auflösen, um sich danach wieder neu (er)finden zu können. Coworking Leipzig ist nicht mehr so, wie es anfangs war. Und vielleicht ist das auch gut so.

    Allen Hindernissen zum Trotz haben wir schließlich die Ärmel hochgekrempelt und Anfang Januar einen Mietvertrag im Tapetenwerk in Lindenau (Lützner Str. 91) unterzeichnet. Hier fanden wir äußerst ansprechende Rahmenbedingungen: Eine bereits ähnlich gesinnte Community aus jungen Leuten, die in den verschiedensten Bereichen kreativ sind – ob nun Kunst, Kultur, Medien oder Handwerk -, ein progressives und doch unkompliziertes Klima und das Potential zur Ausdehnung. „Klein starten, gesund größer werden“ – das ist unser neues Motto für 2010.

    Tapetenwerk 2Tapetenwerk Leipzig

    Für alle, die sich dabei angesprochen fühlen und gemeinsam mit uns die Coworking-Idee auch in Leipzig realisieren und weiterentwickeln möchten, steht ab Februar erst einmal ein 115 qm großer Raum zur Verfügung. Die ersten Möbel wurden bereits angeliefert. Um die Entwicklung dieses Projektes nachverfolgen zu können, haben wir außerdem eine Zeitraffer-Kamera installiert – anvisiert ist ein Kurzfilm, mal sehen, was daraus wird.

    Sollte die „Le Space UG“ die halbjährige Betaphase meistern, – und davongehen wir aus! – so stünde auch einer Vergrößerung nichts im Wege: Eine Etage über dem jetzigen Büro warten momentan noch unfertige 400 qm sowie ein 150 qm großer Freisitz für’s entspannte „Roof-Top-Coworking“. Schließlich muss auch an die wärmeren und sonnigeren Tage im Jahr gedacht sein.
    Bei Interesse könnt ihr euch gerne direkt an die beiden Betreiber der „Le Space“ UG (haftungsbeschränkt), Nico Krause (Softwareentwickler und Geschäftsführer von Le Space) und Alexandra Gigold (von Medienrauschen) unter info (at) le-space.de wenden. Eine Website wird in wenigen Tagen zugänglich sein. Dort soll es dann auch detaillierte Infos zu Preisen und sonstigen Konditionen geben.

    Parallel dazu werde ich Mathias Fiedler – weiterhin die Webseite www.coworking-leipzig.de betreiben, um eine unabhängige Berichterstattung über Coworking in Leipzig zu gewährleisten. Schließlich gibt es nicht nur „Le Space“ – auch an anderen Stellen wird fleissig an der Verwirklichung der Coworking-Idee gebastelt. Unser Anliegen ist es keineswegs, die Konkurrenz zwischen den verschiedenen Gruppen zu schüren, sondern die Vielfalt zu wahren und eine effektive Zusammenarbeit der Spaces zu ermöglichen.